[Rezension] [NetGalley]: Philipp Winkler - Hool

01:00 Lemas Bücherwelt 0 Kommentare

Aufbau digital ~ E-Book ~ 310 Seiten ~ € 14,99
Bildquelle: © Aufbau digital
Philipp Winklers Debütroman behandelt die Hooliganszene, wie sie in der Realität auch Gang und Gebe ist. Denn Heiko Kolbe hat zwei Familien. Seine leibliche bestehend aus seiner Schwester und seinem Vater meidet er so gut es geht, da er die Atmosphäre nicht mehr aushält, seitdem seine Mutter die Familie verlassen hat. Umso mehr geht er in der Hooligan-Szene von seinem Heimatclub Hannover 96 auf. Angeführt von seinem Onkel kommt Heiko mit den verfeindeten Braunschweiger- und Kölner Hools ins Handgemenge. Was für andere nur Missgunst und Abneigung zeigt, ist für Heiko die Erfüllung des Lebens. So muss er im Laufe der Story feststellen, was es heißt sich den Arsch zu retten, Verluste innerhalb seiner Hool-Familie und wie hart es ist Erwachsen zu werden…
Philipp Winkler nimmt sprachlich sowie metaphorisch kein Blatt vor den Mund. Ficken, saufen und kloppen stehen an der Tagesordnung und es bleibt nur vereinzelt zwischen den Zeilen Platz für menschliche Gefühle und Kommunikation auf „hohem Sprachniveau.“ Mich hat es gereizt dieses Buch zu lesen, weil ich wissen wollte, wieso es für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert war. Leider fühlte ich mich beim Lesen desöfteren nicht abgeholt und die teilweise wirklich brutale Erläuterung brachte mir mehrere Male Gänsehaut. Dennoch kann ich es nachvollziehen, denn wer zwischen den Zeilen lesen kann wird merken wie feinfühlig Heiko doch tatsächlich ist. Leider kann ich nur 3 Büchereulen vergeben.
Zwei Rezensionen zu "Hool" findet ihr hier und hier.

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