[Rezension] Chantal-Fleur Sandjon - Serienunikat

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(Script5 ~ Taschenbuch ~ 320 Seiten ~ 14,95 €)
(Bildquelle: © wasliestdu.de)

Ann-Sophie ist Anfang 20, als sie nach Berlin flüchtet um dort Pharmazie zu studieren. Doch eigentlich möchte sie sich selbst finden und Platz haben um ihre eigenen Erfahrungen zu machen. So lernt sie Catchy, Stefan und Monk kennen.
Die Charaktere sind alle gut gezeichnet selbst die, die man von vornerein nicht ins Herz geschlossen werden sollen. Deswegen fühlte ich mich des Öfteren wie ein stiller Beobachter in der Ecke, da sie so greifbar waren. Auch die, die einem weniger gut gefallen haben.
Zum Thema des Buches: Abnabelungsprozesse kennt jeder und hat auch jeder durchgemacht. Aber diesen zu verfolgen, hat Spaß gemacht, da man gut nachvollziehen konnte wie sich die Personen gefühlt haben. Oft genug habe ich den Kopf geschüttelt oder die Augen verdreht, da meine eigenen Erfahrungen dem geschrieben schon ähnlich waren.
Ein kleiner Einschnitt war der starke Absturz, der ein wenig vorhersehbar war und auch rasch wieder „verschrieben“ wurde. Das kann alles dazu gehören, muss es für meine Empfindungen aber nicht.
Ich finde das Buch wirklich gut gelungen. Ganz besonders fasziniert hat mich die poetisch, beflügelnde Sprache – locker, leicht, zum drin versinken. Dadurch war „Serienunikat“ sehr angenehm zu lesen, nicht überladend oder monoton, so das man gerne lesen wollte und nicht weil man es innerhalb der Leserunde musste. Im Gesamtpaket zeugt der Roman aber von einer großartigen Tiefe und ist ein wirklich gut gelungenes Erstlingswerk. Empfehlen werde ich „Serienunikate“ auf jeden Fall.
Hoffe sehr, dass man bald mehr von Chantal-Fleur Sandjon liest, auch thematisch anders.
Eine weitere Rezension zu „Serienunikat“ findet ihr hier

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